Montag, 19. März 2012

Media Monday #38

Montagmorgen, heiter bis wolkig, 4 °C Außentemperatur und dank der neuen Fragen des Medienjournals kommt auch die morgendliche Kopfgymnastik nicht zu kurz. Ganz schön knifflig diesmal, doch das soll mich nicht abschrecken:

1. Der beste Film mit Charlton Heston ist für mich "Ben Hur", was nichts daran ändert, dass der Kerl ein Unsympath war.

2. Jim Jarmusch hat mit einem mir unbekannten Film seine beste Regiearbeit abgelegt, weil ich mit seinen Werken nicht vertraut bin. Schon wieder ein Regisseur, bei dem ich passen muss, tut mir leid. Und das, obwohl ich "Broken Flowers" immer mal sehen wollte.

3. Der beste Film mit Judi Dench ist für mich "Casino Royale", der für mich bis dato beste Bond. Gut möglich, dass ich meine Meinung noch dieses Jahr revidieren muss.

4. Es gibt ja so manches Genre, was im Grunde so gut wie ausgestorben ist, seien es Piratenfilme oder auch klassische Western, auch wenn es (erfolgreiche) Ausnahmen von der Regel gibt (Pirates of the Caribbean, True Grit). Könnt ihr euch erklären, warum diese von der Bildfläche verschwunden sind? Ich erkläre es mir in erster Linie damit, dass sich die Vorlieben und Geschmäcker der Kinogänger nun mal von Generation zu Generation wandeln ein ganz natürlicher Prozess. Einerseits sorgen die Filmstudios selbst dafür, indem sie lukrative neue Trends kreieren, die den Nerv der Zeit treffen, andererseits reagieren sie mit entsprechenden Filmen auf schon existierende. Da ist es schlicht unvermeidlich, dass bestimmte Genres auf der Strecke bleiben, gerade eben solche, die weitgehend abgegrast und nicht mehr zeitgemäß sind.

5. Ist es euch schon einmal passiert, dass ihr erst aufgrund der Verfilmung von einem Buch erfahren hattet, welches ihr daraufhin gelesen habt und wie hat das gegebenenfalls eure Sichtweise auf den Film verändert? Noch nicht, bisher kam immer erst das Buch und dann der Film. Bei "Die Tribute von Panem" könnte es allerdings andersherum laufen, sofern er mich im Kino überzeugt. Von den Büchern hatte ich bis zur Ankündigung der Verfilmung jedenfalls noch nichts gehört.

6. Mittlerweile gibt es zahlreiche Möglichkeiten Serien zu schauen, ob auf DVD, im Internet, Pay- oder Free-TV, aber am ehesten bevorzuge ich doch die gute alte DVD, weil mir da keine lästigen Werbeunterbrechungen in die Quere kommen, ich meinen Konsum nach Lust und Laune dosieren kann, die Originalsprache einstellbar ist und ich noch nicht auf Blu-ray umgestiegen bin.

7. Mein zuletzt gesehener Film war "Selbst ist die Braut" mit dem wenig glaubwürdigen Pärchen Bullock/Reynolds und der war zum Gähnen, weil er nur ein weiteres Beispiel dafür ist, dass das Genre der romantischen Komödien zu den langweiligsten überhaupt zählt und nicht mehr viel hergibt.

Kommentare:

  1. Heston als Mensch mochte ich übrigens auch nie (besonders in Bezug auf gewisse Äußerungen von ihm). Ansonsten bleibt mir nur zu sagen: Zeit auf Blu-ray umzusteigen... ;-)

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    1. Passiert früher oder später ganz bestimmt, aber erstmal müsste ein ordentlicher Fernseher her, den ich mir momentan noch nicht leisten kann ;)

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  2. Ben Hur ist schon klasse.
    Abgegraste Genres? Nun, mit Pirates hab man dem Genre aber wieder neuem Schwung verpasst. ;) Eigentlich ist es sehr schade, dass alte Genres wie Piraten oder Western total aussterben.
    Burt Lancaster als roter Korsar oder John Wayne als Hauptmann Briddles sind bis heute meine Lieblinge :)

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    1. Hm, das kam vielleicht negativer rüber als beabsichtigt ;) Ich mag nämlich sowohl Western als auch Piratenfilme sehr gerne und finde es ebenso schade wie du, dass sie heutzutage so eine Seltenheit sind. Aber es ist eben immer mal wieder Zeit für etwas Neues, was nicht heißt, dass solche Genres nicht irgendwann wieder ganz groß in Mode kommen, wenn genug Zeit ins Land gegangen ist.

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    2. Ich denke auch, dass die früher oder später ihre Renaissance feiern werden, ist ja mit vielen anderen Stilrichtungen etc. auch schon passiert. Ich glaube, ich hätte es auch nicht anders formuliert als "abgegrast". Ich würde mich schwer tun, mir beispielsweise eine Wild West-Geschichte zu ersinnen, die wirklich innovativ wäre und eben nicht nur altbekannte Klischees und Stereotypen aufweisen würde.

      Oh, und "Broken Flowers" wollte ich auch immer mal sehen und habe es bisher nicht geschafft.

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    3. Genau das meinte ich, danke :)

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  3. Stöckchen für dich.
    http://emminordwind.blogspot.de/2012/03/filmstockchen.html

    :)

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