Montag, 20. Februar 2012

Media Monday #34

Es ist Montag, und das bedeutet, eine neue Runde Media Monday steht ins Haus. Die Fragen des Medienjournals und meine Antworten:

1. Der beste Film mit Willem Dafoe ist für mich "Spider-Man", wo er als Norman Osborn alias Green Goblin einen Bilderbuchbösewicht abgegeben hat, einerseits irgendwie sympathisch, andererseits schön giftig. Da soll es das kommende Reboot erstmal besser machen!

2. Tim Burton hat mit "Big Fish" ganz eindeutig seine beste Regiearbeit abgelegt, weil er seinen extravaganten Stil hier nicht auf Teufel komm raus zelebriert, sondern im Sinne der Geschichte einsetzt, der Film mit einer der geschmackvollsten Sterbeszenen aller Zeiten zugleich eines der schönsten und bewegendsten Enden hat, die ich kenne, und man als Zuschauer sogar vergisst, dass es sich um einen Burton-Film handelt, was in meinen Augen nur gut sein kann.

3. Der beste Film mit Helena Bonham Carter ist für mich nicht so leicht zu finden, obwohl ich sie gerne sehe. Ich könnte wieder "Big Fish" nennen, aber dort hatte sie ja nur einen kurzen, wenn auch gelungenen Auftritt. Das Problem ist, dass sie in fast allen Filmen, die mir einfallen, nur einen kurzen, wenn auch gelungenen Auftritt hat. Ich mochte sie beispielsweise als Bellatrix Lestrange in "Harry Potter". Wenn es hier aber wirklich um den besten Film mit ihr geht, unabhängig davon, wie groß ihre Rolle ist, fällt meine Wahl doch auf "Big Fish".

4. Der schlechteste Film, den ich in den letzten vier Wochen gesehen habe, wäre dann wohl "Der König der Löwen 3", den ich meiner Nichte (in spe) zuliebe mitgeschaut habe. Für einen dritten Teil eines erfolgreichen Disney-Films fand ich ihn allerdings gar nicht so übel und stellenweise durchaus vergnüglich.

5. Mit Filmen vom Regisseur Uwe Boll kann ich überhaupt nichts anfangen, weil sie für mich der Inbegriff alles Bös... äh, Schlechten sind.

6. Science-Fiction als Genre in all seinen Ausprägungen ist super! Ich bin ein großer Fan, sowohl von epischen Klassikern wie "Star Wars" oder als auch von intelligenten Low-Budget-Filmen à la "Equilibrium" oder "Gattaca". Natürlich beherbergt das Genre auch jede Menge Schrott, aber welches Genre tut das nicht?

7. Mein zuletzt gesehener Film war "Valentinstag" (nur der Anfang) und der war uninteressant und einfallslos, weil es kitschige Ensemble-Streifen dieser Art nun mal sind. Wenn die beiden talentfreien Jessicas, Alba und Biel, in ein und demselben Film mitspielen, darf man wahrscheinlich auch nichts anderes erwarten. Nach einer knappen halben Stunde fühlte ich mich darin bestätigt und konnte das Experiment ruhigen Gewissens abbrechen.

Kommentare:

  1. Tut mir Leid, aber Valentinstag muss man bis zum Ende schauen, um ihn würdigen zu können.

    Big Fish finde ich auch eine tolle Wahl, weil der Film wirklich irgendwie aus Burtons Filmografie herausfällt. Sollte ich mir auch mal wieder anschauen...

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    1. Also ich habe Valentinstag wirklich bis zum Schluss durchgehalten und habe es bereut. Der war wirklich schrecklich einfallslos und ein Gedöns an Klischees und Stereotypen.

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    2. Als Kompromiss habe ich mir gerade durchgelesen, wie "Valentinstag" weiter- bzw. ausgegangen ist, und ich hatte nicht das Gefühl, viel verpasst zu haben... Das Problem bei solchen Filmen ist ja nicht nur, dass sie - wie filmexe richtigerweise geschrieben hat - völlig überladen mit Stereotypen sind, sondern auch, dass bei so vielen Personen und so vielen Handlungssträngen der Tiefgang zwangsläufig auf der Strecke bleibt. Mir kommt es meist so vor, als ob man nur versucht, möglichst viele zugkräftige Namen in einen Film zu packen, ohne im Geringsten auf die Qualität zu achten. Ein paar Leute weniger, und schon hätte man zumindest die Möglichkeit, die einzelnen Geschichten detaillierter zu erzählen oder die Charaktere interessanter zu machen und besser zu entwickeln.

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  2. Da isser ja der Herr Boll :)

    "Big Fish" wäre meine zweite Wahl gewesen, doch insgesamt fand ich "Ed Wood" noch eine Spur besser. Aber nur eine Spur. Geheult hab ich bei "Big Fish" mehr... ;)

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    1. Ja, der Herr Boll, er hat sich einfach aufgedrängt ;) Ich konnte nicht anders.
      "Ed Wood" habe ich noch nicht gesehen, vielleicht sollte ich das mal tun. Zum Heulen hat mich zwar auch "Big Fish" nicht gebracht, aber ich kann dich verstehen, gerade das Ende war wirklich schön traurig.

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  3. Big Fish ist super, den hab ich als Antwort auf Frage 2. Ich habe auch schon bei anderen geschrieben. HBC wurde gerade von Tim Burton so die Rolle der Schrulligen Irren gesteckt das es mir schwer fällt sie als "normale" Rolle wie in Big Fish oder Kings Speech zu akzeptieren. Man wartet immer drauf das sie ausstickt und eine Bellatrix Lestrange ausbricht.

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    1. Stimmt. Umso besser gefällt sie mir in ihren wenigen "normalen" Rollen, gerade weil man daran sieht, dass sie weit mehr auf dem Kasten hat als die übliche Verrückten-Nummer (die sie natürlich perfektioniert hat).

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  4. Ich muß zugeben, daß selbst der Sci-Fi Trash auf mich noch eine ganz besonders anziehende Wirkung hat. Natürlich ist vieles davon enttäuschen, aber wenns mal richtig abgeht, ist das Genre die erste Adresse. Vor allem, wenn man noch die diversen Tierhorrorfilme und Konsorten mit einbezieht. Es gibt einfach nirgens unbegrenztere Unmöglichkeiten. :D

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    1. Jaja, die guten alten Tierhorrorfilme, immer für einen Lacher gut :D Aber ich weiß schon, was du meinst. Lieber richtig trashig als einfach nur schlecht (à la Uwe Boll).

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  5. Ich finde immer noch, dass Sleepy Hollow Tim Burtons bester Hilm ist! Diese Atmosphäre ist einfach genial!

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    1. Auch keine schlechte Wahl, da geb ich dir Recht. Atmosphärisch ist der sicher weit vorne dabei. Aber nur "Big Fish" hat für mich das gewisse Etwas, das ihn von allen anderen Burton-Filmen, die ich kenne, abhebt.

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